Willkommen bei der Basisgruppen-Bewegung Schweiz


Jesus strebte eine völlige Umwälzung der herrschenden Verhältnisse und eine egalitäre Gesellschaftsordnung an
und versuchte dies ausschliesslich mit dem Mittel radikaler und konsequenter Gewaltfreiheit zu erreichen.
Dies alles tat er mit dem einen Ziel:
alle Menschen dieser Welt auf die ihnen offenstehende Möglichkeit hinzuweisen,
im Hier und Jetzt in das Reich Gottes einzutreten.

Sebastian Kalicha

Die BG-Bewegung

 
Geschichte

Die Basisgruppen-Bewegung Schweiz ist ein „loser Zusammenschluss von (...) Gruppen und Gemeinschaften, in denen Christinnen und Christen zusammenfinden, um sich von der biblischen Botschaft bewegen und gemeinsam eine Spiritualität des Alltags lebendig werden zu lassen“ (Leitbild vom 25.10.1997), die auch ins konkrete Handeln für ein Mehr an Menschlichkeit und Gerechtigkeit an unseren Lebensorten führt. Dabei lassen wir uns auch von Aufbrüchen inspirieren wie dem Zweiten Vatikanischen Konzil, den Basisgemeinden Lateinamerikas, den Kleinen Christlichen Gemeinschaften in Afrika und Asien und der Theologie der Befreiung.
Die ersten Basisgruppen und -gemeinschaften entstanden 1973 in der Westschweiz, 1980 in der deutschsprachigen Schweiz. Bis um 1995 war ein starkes Wachstum der Basisgruppen spürbar, die sich nun auch schweizweit zu vernetzen begannen. In Bern und Luzern fanden damals Treffen mit über 600 Menschen statt. Mit der Zeit wurde die Basisgruppen-Bewegung schwächer und die Grösse der einzelnen Gruppen begann sich zu verkleinern. Zum einen weil sich Gruppen aus unterschiedlichen Gründen auflösten, zum andern weil das Bedürfnis nach nationaler Vernetzung abnahm. Heute, in 2020, stellen wir mit Freude fest, dass die Kontakte zwischen der Romandie und der Deutschschweiz wieder intensiver werden und die Verbundenheit gerade über die gegenseitige Teilnahme an den Schweizer Treffen wächst.


Anliegen

Die einzelnen Gruppen in der Schweiz, die vielgestaltig und vielstimmig sind, möchten durch gemeinschaftliches und persönliches politisch-kirchliches Engagement, das von einer basisorientierten Spiritualität getragen wird, zu einer menschenfreundlicheren, gerechteren und solidarischeren Gesellschaft beitragen. Die bedingungslose Liebe Gottes, der Lebensentwurf des Jesus von Nazret und die Option für die Armgemachten sind uns dabei grundlegende Richtschnur. Darüber hinaus orientieren wir uns an den Grundsätzen der weltweiten ökumenischen Bewegung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. 
"Die Basisgruppen lassen sich von der Überzeugung leiten, dass der christliche Glauben als Kraft zur Veränderung hin zu einem gerechteren friedvolleren Leben für alle und zu einem sorgfältigeren Umgang mit der Schöpfung wahrgenommen und wahrgemacht werden will“ (Leitbild).
Beim jährlichen Treffen im Januar, das alternierend in der deutschen und der französischen Schweiz stattfindet, bringt die Basisgruppen-Bewegung Schweiz im gegenseitigen Austausch und im gemeinsamen Feiern eine Kultur der Geschwisterlichkeit, des Teilens und der Solidarität zum Ausdruck.


Struktur

In der deutschsprachigen Schweiz bestehen die Basisgruppen aus fünf bis zehn Frauen und Männern, die sich in grosser Verbindlichkeit alle 14 Tage treffen. In der Romandie sind die Gemeinschaften grösser und umfassen 20 - 60 Menschen. Sie treffen sich in der Regel einmal im Monat und zusätzlich in Untergruppen.
Zur Basisgruppen-Bewegung Schweiz gehören neun Gruppen und Gemeinschaften, die miteinander vernetzt sind: fünf aus Genf, Nyon, Chêne und Meyrin und vier aus St. Gallen, Küssnacht am Rigi, Horw und Luzern. Über das jährliche Schweizer Treffen hinaus, nehmen die Gruppen auch an europäischen Zusammenkünften teilen und pflegen freundschaftliche Beziehungen miteinander. Die letzten europäischen Treffen haben 1995 in Genf, 2003 in Edinburg, 2009 in Wien, 2014 in B-Buizing und 2018 in Rimini stattgefunden. Das Europäische Kollektiv, zu dem Delegierte aus den verschiedenen Ländern gehören, koordiniert die Basisgruppen-Bewegung auf europäischer Ebene.
Eine eigene Aufgabe innerhalb der Basisgruppen-Bewegung Schweiz haben die/der Koordinator*in (seit 2013 Jacqueline Keune) und die Ansprechperson aus der Westschweiz (Geneviève Wepf) inne. Von 1990-2000 waren Barbara Thiede Soliva, von 2000-2001 Regina Bayer-Birri und Charlie Wenk, von 2001-2013 José Amein-Murer Koordinator*innen unserer Bewegung.
Ein Delegierter aus der Deutschschweiz, zur Zeit Charlie Wenk, und eine Delegierte aus der Romandie, Geneviève Wepf, nehmen an den jährlichen Austauschtreffen der Basisgemeinschaften Europas teil.